Trompetenunterricht

Die Trompete hat die höchste Tonlage von allen Blechblasinstrumenten. Sie besteht aus einem größtenteils zylindrischen Messingrohr. Ebenso wie bei Posaune und Horn wird der Ton durch einen die Lippen in Schwingung versetzenden Luftrom erzeugt. Die Tonhöhe kann mit Hilfe eines Ventilmechanismus verändert werden.

Die Trompete verfügt über ein immenses klangliches Repertoire, der Klang kann zwischen strahlend-hell bis zu zu sehr weichen Melodielinien variieren.

Infos zum Fach Trompete

Dozent: Niko Förster

 

Einstiegsalter:
Im Unterschied zum höheren Einstiegsalter bei den großen Blechblasintrumenten können schon sechsjährige Kinder Trompete lernen. Der Unterricht findet dabei zunächst in kleinen Gruppen statt, bei dem die Schüler bereits früh einen Einblick in das Ensemblespiel erhalten. Eine Grundausbildung auf der Trompete kann außerdem die Basis sein, später mühelos auf andere Blechblasinstrumente umzusteigen.

 

Musiziermöglichkeiten:
Die Trompete ist ein vielseitiges Instrument, das in fast allen Musikstilen Einsatz findet; sowohl als Solo- wie als Ensembleinstrument gibt es unzählige Musizierangebote. Von den verschiedenen Big Bands und Jazzgruppen bis hin zum Jugendsinfonieorchester bietet die Kreismusikschule zahlreiche Mitspielmöglichkeiten für junge Trompeter. Im Orchester werden in der Regel zwei bis drei Trompeten benötigt.

 

Anschaffungskosten:
Eine gute Anfänger-Trompete ist ab etwa 350 Euro im Handel erhältlich.


Posaunenunterricht

Die Posaune ist das tiefe Instrument der Trompetenfamilie. Der Ton wird wie bei jedem Blechblasinstrument durch einen die Lippen in Schwingung versetzenden Luftstrom erzeugt. Über einen Zugmechanismus wird die Tonhöhe verändert, was der eigentliche Unterschied zur Trompete ist.

Infos zum Fach Posaune

Dozent: Niko Förster

 

Einstiegsalter:
Das optimale Einstiegsalter für Posaune liegt bei etwa 9 Jahren. Unabhängig vom Alter ist entscheidend, dass der Schüler/die Schülerin groß und stark genug ist, die Posaune zu halten bzw. die Arme lang genug sind, um alle Posaunenzüge ausführen zu können. Es besteht aber auch die Möglichkeit, zunächst mit dem Tenorhorn anzufangen und dann auf die Posaune zu wechseln, sobald die körperlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

 

Musiziermöglichkeiten:
Die Posaune klingt sehr warm und rund und verfügt dabei über einen großen Tonumfang. Eigentlich gibt es keine Musikrichtung, in der die Posaune nicht zu finden ist; im klassischen Symphonieorchester wie im großen Jazzorchester oder der BigBand ist sie ebenso wie im Blasorchester unverzichtbar. Durch ihre Flexibilität im Klang und der musikalischen Funktion (sie kann als Bass- oder als Melodieinstrument eingesetzt werden) stehen ihr eigentlich alle Möglichkeiten des Ensemblespiels offen.

 

Anschaffungskosten:
Mindestens 400 Euro sollte man für eine anständige Schülerposaune investieren.


Blockflötenunterricht

Die Blockflöte gehört zu den klassischen Einsteigerinstrumenten, kann aber über viele Jahre bis zur Virtuosität gespielt werden. Die Familie der Blockflöten gehört zu den Holzblasinstrumenten. Am bekanntesten ist die Sopranblockflöte (häufig einfach C-Flöte genannt), mit der üblicherweise der Unterricht begonnen wird. Es folgt meistens die Altblockflöte, es gibt aber noch Tenor- Bass- und Sopraninoblockflöten und weitere sehr tiefe und extrem hoch gestimmte Flöten.

Sie blicken in der abendländischen Musik auf eine lange Geschichte zurück, die wahrscheinlich bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Besonders beliebt waren diese vielseiteigen Instrumente zur Renaissance- und Barockzeit. Anfang des 18. Jahrhunderts schrieben viele Komponisten, darunter auch Bach und Händel, Sonaten und andere Werke für Blockflöte.

Infos zum Fach Blockflöte

Dozentin: Beate Böhm

 

Einstiegsalter:
Das ideale Einstiegsalter liegt bei 5 bis 6 Jahren, am besten direkt nach der Musikalischen Früherziehung. Blockflöte lässt sich besonders gut in kleinen Gruppen mit gleichaltrigen Kindern erlernen.

 

Musiziermöglichkeiten:
Mitspielmöglichkeiten ergeben sich in Blockflötengruppen. Fortgeschrittene Flötistinnen und Flötisten kommen in Renaissance- und Barock-Ensembles zum Einsatz.

 

Anschaffungskosten:
Eine gute Sopranblockflöte ist ab etwa 60 Euro zu erwerben. 


Querflötenunterricht

Im Unterschied zur klar und hell klingenden Blockflöte zeichnet sich die Querflöte durch ein warmes und weiches Timbre in den tiefen Registern aus. In hohen Lagen verleiht sie einem Orchester oder Ensemble dagegen Strahlkraft und Brillanz.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde das rund drei Oktaven umfassende Instrument vorwiegend aus Holz gefertigt. Anders als die Blockflöte war die Querflöte mit ihrem komplizierten Klappensystem zunächst kaum intonationsrein zu spielen.

Die heute gebräuchliche Querflöte mit ihrem charakteristischen Klang geht auf Theobald Böhm zurück, der 1847 die Klappentechnik entscheidend weiter entwickelte.

Infos zum Fach Querflöte

Dozentin: Kristina Nockemann

 

Einstiegsalter:
Das empfohlene Einstiegsalter liegt bei 10 Jahren. Durch speziell gebogene Kopfstücke können aber auch jüngere und kleinere Kinder mit Unterricht beginnen. Gerade in den letzten Jahren erfüllen sich auch immer mehr Erwachsene den Traum vom Querflötespielen. Wenn bereits Grundkenntnisse auf der Blockflöte vorhanden sind, lassen sich schnell Lernerfolge erzielen.

 

Musiziermöglichkeiten: 
Querflötistinnen und -flötisten stehen theoretisch die verschiedensten Musiziermöglichkeiten offen: Sowohl im Sinfonie- oder Blasorchester sowie in kammermusikalischen Ensembles oder Big Bands werden Querflöten gebraucht. Man sollte jedoch bedenken, dass die Instrumente im Orchester in der Regel solistisch besetzt sind und daher die Nachfrage das Angebot übersteigt: Im Unterschied zu den Streichern, bei denen es keine große Rolle spielt, ob einige mehr oder weniger mitspielen, können nur zwei oder drei Querflötisten in ein Orchester aufgenommen werden.

 

Anschaffungskosten: 
Querflöten bestehen aus Silber oder einer Silberlegierung und besonders hochwertige Instrumente sogar aus Gold oder Platin. Je nach Material fällt der Anschaffungspreis sehr unterschiedlich aus. Mit mindestens 600 Euro für eine Querflöte mit Silberlegierung muss man rechnen. Besonders preisgünstig sind vernickelte Instrumente. Doch Vorsicht: Nickelallergien entwickeln sich häufig in nur kurzer Zeit und können einem die Freude am Querflötenspiel schnell vermiesen! Deshalb lieber ein paar Euro mehr anlegen. 


Saxophonunterricht

Das Saxophon ist wie die Klarinette ein Rohrblattinstrument: Der Klang entsteht, wenn das Rohrblatt beim Spielen zum Schwingen gebracht gebracht wird.

Das Saxophon zeichnet sich durch seine enorme Klangvielfalt aus, weshalb man es  in sehr unterschiedlichen Musikrichtungen gerne einsetzt. Obwohl es ursprünglich für die Militärmusik entwickelt wurde, begann der Siegeszug des Saxophons durch die Verbreitung im Jazz.

Benannt ist das Instrument nach seinem Erfinder Adolphe Sax, der um 1840 erstmals das Klarinettenmundstück mit einer konischen Metallröhre verband. Am gängigsten sind heute Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon, doch schon Sax baute insgesamt sieben verschiedene Größen des Instruments.

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Dozenten: Frank Werge

 

Einstiegsalter:
Für Kinder liegt das optimale Einstiegsalter bei etwa 10 Jahren, mit dem Saxophonunterricht kann man auch noch als Erwachsener beginnen, denn die Spieltechnik ist wesentlich einfacher als bei der Klarinette. Ideale Vorkenntnisse erlangt man neben der Klarinette durch Blockflöte oder Saxonett.

 

Musiziermöglichkeiten:

  • Big Band
  • Blasorchester
  • Jazz- und Rockformationen
  • Kammermusik (Saxophonquartett)
  • seltener im sinfonischen Bereich

 

Anschaffungskosten:
Je nach Größe des Instrumentes fallen die Anschaffungskosten unterschiedlich aus: Für ein Altsaxophon sollte man mindestens 800 Euro einplanen, Tenorsaxophone sind etwa 150–250 Euro teurer.


Klarinettenunterricht

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit einem einfachen Rohrblatt: Beim Spielen schwingt das Blatt gegen das Mundstück, an dem es mit einer Schnur oder Klammer befestigt ist und erzeugt einen Ton.

In Anlehnung an die französische "Chalumeau", einer Art Schalmei, entwickelte der Nürnberger Instrumentenbauer Johann Christoph Denner Anfang des 18. Jahrhunderts die ersten Klarinetten. Die Instrumente wurden und werden in einer Vielzahl von Größen bzw. Stimmungen gebaut.

Am gebräuchlichsten ist die Stimmung in B: Wenn der Klarinettist also ein C spielt erklingt entsprechend ein B. Die Klangfarbe von Klarinetten variiert je nach Instrumentengröße und Tonhöhe zwischen voll und weich über klar und singend bis hin zu schrill und laut.

Neben den hier gebräuchlichen "Deutschen Klarinetten" gibt es auch Instrumente französischer Bauart, sog. "Böhmklarinetten", die insbesondere im Jazzbereich weit verbreitet sind.

Infos zum Fach Klarinette

Dozenten: Frank Werge

 

Einstiegsalter:

Man kann ab ca. 8 bis 9 Jahre mit der Klarinette anfangen. Eine sehr gute Vorbereitung bietet ein vorheriger Unterricht auf der Blockflöte oder dem Saxonett / Chalumeau.

 

Musiziermöglichkeiten:

  • Blasorchester
  • Sinfonieorchester
  • Kammermusik mit verschiedenen Instrumenten
  • Folklore-Gruppe
  • Jazzband

 

Anschaffungskosten:
ab ca. 1.000 €, Schülerinstrumente sind günstiger

 

Besonderes: 
Sollten die Hände noch etwas zu klein sein, könnte auf einer C-Klarinette begonnen werden, die Tonlöcher sind dort näher beisammen.